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GAV 2019 - 2021

Presse Mitteilung Swissstaffing Dezember 2018

Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Personalverleih soll bis 2020 verlängert werden. Die Mindestlöhne sollen im gleichen Zeitraum in zwei Schritten um jeweils 60 bis 75 Franken steigen. Ab 2021 beabsichtigen die Sozialpartner die Einführung eines Equal Minimum Pay-Prinzips im GAV Personalverleih und setzen zur Prüfung dieses Vorhabens eine paritätische Arbeitsgruppe ein.

Der seit 2012 bestehende GAV Personalverleih ist als erster GAV der Temporärbranche eine historische Errungenschaft. Das massgeschneiderte Vertragswerk für über 360'000 Arbeitnehmende soll mit der Verlängerung weitergeführt und verbessert werden und gilt für alle Personalverleiher in der Schweiz. Der GAV Personalverleih enthält: Verbindliche Minimalstandards für Lohn- und Arbeitsbedingungen, moderne Regelungen im Bereich der Weiterbildung und der beruflichen Vorsorge sowie eine Branchenlösung für die Krankentaggeld-Versicherung.

Dank dem Weiterbildungsfonds «temptraining» können Temporärarbeitende neue berufliche Perspektiven entwickeln und erhalten bis zu 4000 Franken für Weiterbildungskurse sowie Lohnausfallentschädigung. Seit seinem Bestehen wurden über 43 Mio. Franken in die berufliche Zukunft von mehr als 26'000 Temporärarbeitenden investiert. Ein eigentliches Erfolgsmodell.

Entsprechend sind die Sozialpartner des GAV Personalverleih (swissstaffing - Verband der Schweizer Personaldienstleister, die Gewerkschaften Unia und Syna sowie der Kaufmännische Verband und Angestellte Schweiz) übereingekommen, ihren Gremien die Verlängerung des bestehenden GAV um zwei Jahre zu beantragen. Im gleichen Zeitraum sollen die Mindestlöhne in zwei Schritten um jeweils 60 bis 75 Franken ansteigen. Nach Zustimmung der Gremien soll wiederum beim Bundesrat die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) des Gesamtarbeitsvertrages beantragt werden.

In einem neuen GAV wollen die Sozialpartner des GAV Personalverleih ab 2021 das Equal Minimum Pay-Prinzip einführen, mit dem auch in Branchen und Unternehmen, deren Gesamtarbeitsverträge nicht allgemeinverbindlich erklärt sind, dieselben Mindestlöhne für Temporärarbeitende und Festangestellte gelten. In Branchen mit einem allgemein verbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrag gelten schon heute dieselben Mindestlöhne für Temporärarbeitende und Festangestellte. Zur Prüfung des ausgeweiteten Equal Minimum Pay-Prinzips setzen die Sozialpartner umgehend eine paritätische Arbeitsgruppe ein, die die Umsetzung und Folgen dieses Prinzips vertieft abklärt.

So stärken Sie Ihre Stärken

Ein Bär kommt nicht auf die Idee, fliegen lernen zu wollen – und haben Sie jemals einen Hasen getroffen, der klettert? Wir sollten uns auf unsere Talente konzentrieren. Die heutige Checkliste zeigt, was ein Talent ist, wie es zur Stärke wird und wie wir in fünf Schritten zu unserem «kleinen Genie» finden.

Den ganzen Beitrag und nützliche Tipps finden Sie im HR Today Blog unter:

http://www.hrtoday.ch/de/article/checkliste-so-staerken-sie-ihre-staerken

Swiss Staffingindex – Temporärbranche wächst mit 12,9 Prozent

Normale Beschäftigungsform: 365'000 Temporärarbeitende

Neuste Zahlen des Seco zeigen: Im Jahr 2017 arbeiteten 365'000 Menschen in der Schweiz temporär. Gemessen an der Gesamtbeschäftigung in Vollzeitäquivalenten entspricht dies einem Anteil von 2,3%. Auf dem Arbeitsmarkt ist Temporärarbeit eine ganz normale Arbeitsform unter vielen. Dazu passt, dass sich Temporärunternehmen nicht mehr nur als schnelle Vermittler von kurzfristig benötigten Arbeitskräften verstehen, sondern als Anbieter von umfangreichen Personaldienstleistungen. Gerade KMU nutzen die Möglichkeit, trotz geringer Grösse ein professionelles HR im Hintergrund zu haben.

Risiken: Handelskrieg und Stellenmeldepflicht

Der aktuelle Aufschwung der Temporärarbeit ist auf ein starkes Stellenwachstum im Bereich der Industrie zurückzuführen. Die internationale Konjunktur und der schwächere Franken beflügeln den Export und schaffen dank neuer Aufträge mehr Arbeitsplätze. Die Gefahr eines Handelskrieges schwebt somit auch über dem Geschäft der Schweizer Temporärbranche. Im Inland droht die Stellenmeldepflicht den Personaldienstleistern das Leben schwer zu machen. Da Temporärunternehmen permanent nach geeigneten Kandidaten suchen und rasch vermitteln, bremst die Meldepflicht oft mehr als sie nutzt. Die Stellenmeldepflicht ist aber auch eine Chance: Personaldienstleister können ihre Unternehmenskunden bei der Umsetzung unterstützen.

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